rosen-rosengaertnervon links nach rechts stehend:
Horst, Sana, Natalie, Herr Nülle, Lukasz, Elle, Jule, Banu, Samira, Ali
sitzend:
Diego, Anton, Stephan, Anja, Piotr, Jön, Dirk, Heiner, Mehrdad                                                           


 

 

DER GÄRTNERVORSTAND DES 
GEMEINNÜTZIGEN VEREINS ROSENGARTEN e.V.

VORSITZENDER:
Horst Ploss

STELLVERTRETENDER VORSITZENDER:
Jürgen Winkel

SCHATZMEISTERIN:
Anja Berg


Vielen Dank an alle Künstler, die das Programm des Rosengartens mit ihrem Engagement immer wieder bereichern.


MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG:
Firma SAG, Firma Adler, Firma Speiser, Firma Elektro Herrmann, Firma Schlosserei Bergemann, Firma TAM, Firma SENTEC u. Graffiti-Beseitigung Gossert


BESONDEREN DANK
Bezirksamt Mitte

 

rosen-idee

DER VEREIN
Der Rosengarten e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht, diesen Bereich des Weinbergparks durch die Veranstaltungen wiederzubeleben und den Schutz des Gartendenkmals zu sichern. Zudem möchte der Verein Künstlern und Kulturschaffenden den direkten Weg zum Publikum ermöglichen.

DER PAVILLON
Das Kernstück des Rosengartens ist der Kulturpavillon. 
Die zwei zu öffnenden Klappterrassen können als erweiterte Bühne genutzt werden und bilden die Kontaktbrücke zum Publikum auf dem Pavillonvorplatz.
Diese Fläche bietet Sitzplätze für bis zu 60 Personen und lädt mit Stühlen und Bänken zum Relaxen und Genießen ein.
Der kleine Gastraum im Pavillon kann auch für Ausstellungen oder als Bühne für Lesungen genutzt werden. 

DER GARTEN
An den Pavillon schließt sich der Garten an. Neben den geometrisch angelegten Rosenbeeten befindet sich hier eine Pergola, sowie eine Porphyrsteinmauer mit Reliefbildern von Waldemar Grzimek.
In den Abendstunden sorgt die indirekte Beleuchtung für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

geschichte

Angefangen hat alles mit einem Weinberg.
Von einer Maulbeerplantage über ein kleines Gartenlokal bis hin zur Kultur- und Vergnügungsstätte hat der Rosengarten einiges durchlebt.

So wie er sich heute darstellt, ist er einzigartig in Berlin. Als Kulturpavillon für Jedermann/frau hat er sich fest ins Stadtbild integriert. Doch bis dahin war es ein langer Weg …

Mitte 18. Jhd. bis 1958:
Der ca. 4,3 ha große Volkspark am Weinbergsweg liegt an der Hangkante der Barnimer Hochplatte, auf dem Gelände eines ehemaligen, vermutlich bereits im Mittelalter dort angelegten Weinberges.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Gelände des Wollankschen Guts zur Maulbeerplantage umgewandelt und später als Gartenlokal und Vergnügungsstätte genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sah man auf der stark zerstörten Fläche die Anlage eines Kulturparks vor. 
Der im Wesentlichen in den Jahren 1954-58 realisierten Planung lagen Entwürfe des Gartenarchitekten Helmut Kruse zu Grunde, der einen reich strukturierten Park mit vielfältigen Gestalt- und Nutzungsbereichen unter optimaler Ausnutzung der für Berliner Verhältnisse stark bewegten Topographie vorsah. So wird der Hang durch eine großflächige Liegewiese betont. Auf einem erhöht liegenden Plateau im Zentrum der Anlage ist die Caféterrasse (Heute: das „Nolas“) optimal positioniert und bietet weite Blicke über den Park und die angrenzende Bebauung. Zu ihren Füßen an der tiefsten Stelle des Parks befindet sich ein nierenförmiger Teich.

Einen ruhigeren Bereich nimmt der anspruchsvoll mit quadratischen Springbrunnenbecken ausgestattete Rosengarten ein. Entlang der Haupterschließungswege liegen weitere Themengärten wie der Heidegarten, Schau- und Sichtungsgarten und das Alpinum, die ehemals dem Erleben und Kennenlernen der Pflanzenvielfalt dienten. 
Ein großer Spielplatz, der durch einen Höhenversatz räumlich vom Park getrennt im nördlichen Bereich liegt, wurde an der Fehrbelliner Straße angelegt.

Neben der vielfältigen Nutzbarkeit wurde bei der Anlage des Parks auch großer Wert auf eine künstlerisch und handwerklich anspruchsvolle Ausgestaltung gelegt. Dies verdeutlicht die Verwendung wertvoller, in farblichem und strukturellem Kontrast zueinander stehenden Natursteinmaterialien. Roter Porphyr für Mauern und Treppen sowie als Splittabstreuung der Hauptwege und grauschwarzer Schiefer für kleinere Sitznischen und schmale Pfade.
Im Nordwesten der Parkanlage steht seit 1958 die bereits 1955 von Waldemar Grzimek geschaffene Bronzeskulptur Heinrich Heines, eine der wohl künstlerisch herausragenden Plastiken dieser Zeit in der DDR. Der Bepflanzung des Parks wurde ebenfalls große Aufmerksamkeit gewidmet. Der heute nahezu vollständig erhaltene Baumbestand umfasst zahlreiche exotische Gehölze und besondere Züchtungen. Besonders fallen ein Blauglockenbaum am Teich, ein Geweihbaum in der großen Wiese und eine Gruppe von Nelkenkirschen nahe dem Heidegarten auf. Diese einstigen Pflanzungen, deren Beschilderung zur Bildung der Bevölkerung beitragen sollte, sind leider nur noch in Resten erhalten.

1958 bis 2003:
In den 1960er und 70er Jahren fanden Erneuerungsarbeiten statt, da sich die Wegebeläge abnutzten und dem Gewicht nicht weiter Stand hielten. Neben der Grundstruktur blieben jedoch viele Elemente wie Mauern, Treppen, Pergolen, Skulpturen, das Café und die Wegeführungen sowie der gesamte Baum- und Gehölzbestand der Erstanlage erhalten. Der Park nimmt in der Berliner Grünplanung der 1950er Jahre eine Sonderstellung ein. Er stellt die einzige in dieser Größe und in konsequent eigenständiger formaler Gestalt ausgeführte Parkanlage dar, in einer Zeit, in der sonst die Wiederherrichtung beziehungsweise Erneuerung kriegszerstörter Parks im Vordergrund stand.

2003 bis heute:
Seit 2003 belebt der Kulturpavillon Rosengarten den Teil des Gartendenkmals neu.
Es finden regelmäßige Veranstaltungen unterschiedlichster Kulturbereiche statt und der Pavillon hat einen neuen Schliff bekommen. Damit dies ermöglicht werden konnte, mussten einige Umbauarbeiten und auch soziale Veränderungen getätigt werden. Der Rosengarten wird damals wie heute von der umgebenden Bevölkerung intensiv genutzt und ist Anziehungspunkt für Naturliebhaber, Familien und leider auch Drogenhändlern und Konsumenten. Es war lange Zeit ein ernsthaftes Problem, da die Idylle des Gartens dadurch stark beeinträchtigt wurde. Kinder spielten und tobten auf dem Spielplatz und keine 10 Meter weiter wurden Drogen verkauft und konsumiert. „Dem müssen wir ein Ende setzen“, erklärte eine Gruppe von Anwohnern, Freunden und Kulturinteressierten und gründeten 1999 den Verein Rosengarten.

Die Sanierung des Rosengartens nahmen die Architekten Horst Ploss und Anja Berg in die Hand, um die Idee des Vereins, einen Ort für verschiedenste Kunstprojekte zu schaffen, weiter auszubauen. Früher standen viele Bäume und Sträucher im Park, die die Sicht versperrten, so dass der Handel von Drogen ideal war. Jetzt ist der Park freizügiger gestaltet, um den Drogenhandel quasi sichtbar für alle zu machen. Vor allem für die Polizei. Der Kulturpavillon stellt seine kulturellen Aktionen und Veranstaltungen in den Mittelpunkt und appelliert an die Eigenverantwortung der Parkbesucher bzw. Drogenkonsumenten.

Die Sanierungsarbeiten endeten damit, dass das Natursteinhäuschen des Rosengartens als Multifunktionsbereich umgebaut wurde. Abklappbare Holzterrassen dienen als Bühne für Künstler und als Sitzfläche für Gäste. Durch die vielen Menschen, die zu den Veranstaltungen kommen sowie durch die veränderte Wegführung und die neuen Sichtachsen hat der Drogenkonsum vor Ort ein Ende gefunden. Der Rosengarten mit seinen Beeten, der Pergola und dem Pavillon kann nun wieder so wirken wie er damals angelegt und erdacht wurde: als Entspannungsort und um Kraft und Inspiration zu tanken!